Die Technik

Beschreibung des Sechstaktmotors

Diese neuartige Motorenkonstruktion kombiniert die bisherigen spezifischen Vorteile von Zweitakt- und Viertaktmotoren durch ein geniales Kolbenladersystem.
Einerseits wird der bei Viertaktmotoren millionenfach bewährte, betriebssichere und geräuscharme Kurbeltrieb mit Druckumlaufschmierung verwendet, andererseits wird durch das Zusammenspiel zwischen Ladekolben und Arbeitskolben mittels einer Schlitzsteuerung ein qualifizierter Ladungswechsel erzielt, so dass der aufwendige Ventiltrieb entfallen kann. Dies ermöglicht eine neue patentierte Steuerung des Auslasskanals.
Ein mit einem Vierzylinder-Viertaktmotor vergleichbarer Kolben-Lader-Motor (*PCE) hat ebenfalls vier Zylinder. Diese sind jedoch aufgeteilt in zwei Arbeitszylinder und zwei Ladezylinder. In den Ladezylindern wird durch die Ladekolben die Ladung nicht nur gefördert, wie bei üblichen mechanischen Ladern, sondern auch gesteurt und intermittierendden Arbeitszylindern zugeführt. In diesen wird dann, pro Brennstelle nach jeder Kurbelwellenumdrehung, eine Ladung gezündet und verbrannt. Daraus ergibt sich, daß gegenüber Viertaktmotoren in halb soviel vorhandenen Brennräumen, mittels halb sovielen Einspritzdüsen und Zündkerzen gleichviele Ladungen gezündet und verbrannt werden. Die somit kleinere abstrahlende Oberfläche hat eine geringere Wärmeableitung zur Folge und ergibt einen besseren thermischen Wirkungsgrad.
Das Motorenkonzept bietet soch sowohl für das Otto-Verfahren wie auch für das Dieselverfahren an.
Für das Otto-Verfahren verfügt es über bisher nicht dagewesene Möglichkeiten zur Verbesserung der Gemischaufbereitung, insbesondere im Teillastbetrieb. Die Gemischbildung kann so zum Beispiel auf verschiedene Art und Weise erzeugt werden:

- Im Ladezylinder durch Niederdruckeinspritzung oder durch Vergaser

 - Im Arbeitszylinder durch Direkteinspritzung

- Durch Einspritzung des Kraftsoffes in spezielle Verbindungskanäle
 
Dabei ist es möglich den Ladezylinder in zwei Räme aufzuteilen, so dass gleichzeitig zwei verschiedene Medien (wie z.B. Spülluft und ein Kraftstoff-Luftgemisch, Abgas und ein Kraftstoff-Luftgemisch oder Abgas und Verbrennungsluft) aufbereitet und zeitgleich oder zeitlich versetzt dem Arbeitszylinder zugefürt werden.
Eine variable, gegebenfalls last- und drehzahlabhängig steuerbare Vorverdichtung steht als Mittel zur Optimierung der jeweiligen Einströmgeschwindigkeit der Ladung in den Arbeitszylinder zur Verfügung. Dies kommt insbesondere der Qualität der Gemischaufbereitung im Teillastbetrieb zu gute.
Ein idealer Brennraum und ein neues Abgasrückführsystem ergeben die besten Bedingungen für eine schadstoffarme Verbrennung.
Besonders hervorzuheben sind die noch nicht abschätzbaren weiteren Entwicklungmöglichkeiten, welche sich aus der neuen Grundkonzeption ergeben. Der konstruktive Ausgestaltung dieses Mototrs als Boxer- Reihen- oder V-Motor sind keine prinzipiellen Einschränkungen gesetzt.
Die Auswertung von Verbrauchsmessungen am ersten Prototyp hat bereits gezeigt, dass mit diesem Motorenkonzept eine erhebliche Wirkungsgradverbesserung im Teillastbereich und gleichzeitig eine wesentliche Reduzierung der Stickoxide erreicht werden.

*PCE= Piston Charger Engine






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